Personalmarketingstrategie

In Kürze

Eine Personalmarketingstrategie ist ein systematischer Plan, mit dem ein Unternehmen gezielt neue Mitarbeiter gewinnt und bestehende Mitarbeiter langfristig bindet. Sie richtet sich sowohl nach außen als auch nach innen.

Definition

Unter einer Personalmarketingstrategie versteht man eine geplante Vorgehensweise, mit der ein Unternehmen konkrete Ziele im Personalmarketing umsetzt. Dazu gehört zum Beispiel, mehr Bewerber anzusprechen, das Image als Arbeitgeber zu verbessern oder die Zufriedenheit der vorhandenen Belegschaft zu steigern.

Eine solche Strategie läuft typischerweise in fünf Phasen ab:

  • Problemformulierung und Zieldefinition: Was soll erreicht werden? Zum Beispiel mehr Bewerbungen, weniger Fehlzeiten oder eine stärkere Bindung der Mitarbeiter ans Unternehmen.
  • Situationsanalyse: Wie ist die aktuelle Lage? Dazu werden etwa das Betriebsklima oder das Arbeitgeberimage untersucht.
  • Zielmarkt- und Zielgruppenfestlegung: Wen möchte das Unternehmen ansprechen? Zum Beispiel Schüler als Auszubildende, Studierende als Führungskräftenachwuchs oder Fachkräfte mit Meisterabschluss.
  • Operative Maßnahmen: Welche konkreten Schritte werden unternommen? Dazu zählen Personalwerbung, flexible Arbeitszeitmodelle oder Weiterbildungsangebote.
  • Erfolgsmessung: Wurden die Ziele erreicht? Gemessen wird zum Beispiel an der Zahl und Qualität der Bewerbungen oder am Rückgang der Fehlzeiten.

Alle Maßnahmen werden in einem sogenannten Personalmarketing-Mix gebündelt. Dieser umfasst drei Bereiche:

  • Kommunikationspolitik: Das Unternehmen stellt sein Arbeitsangebot vor und macht sich als attraktiver Arbeitgeber bekannt — sowohl für externe Bewerber als auch für die eigene Belegschaft.
  • Produktpolitik: Die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsumfeld werden attraktiv gestaltet, ebenso wie Konzepte zur Personalentwicklung.
  • Konditionenpolitik: Vergütung, Vertragskonditionen und sonstige Arbeitsbedingungen werden zielgruppengerecht festgelegt.

Grundgedanke des Personalmarketings ist, Mitarbeiter und Bewerber wie Kunden zu behandeln. Die sogenannte Anreiz-Beitrags-Theorie besagt dabei: Ein Mitarbeiter leistet nur dann seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg, wenn er den gebotenen Anreiz als ausreichend empfindet.