Preis

In Kürze

Ein Preis ist der Geldbetrag, der für ein Gut oder eine Leistung auf dem Markt bezahlt wird. Er entsteht, wenn sich Anbieter und Nachfrager auf einen Betrag einigen.

Definition

Der Preis drückt den Wert eines Gutes oder einer Leistung in Geldeinheiten aus. Man unterscheidet den absoluten Preis (Tauschwert einer Ware gegen Geld) und den relativen Preis (Tauschwert zwischen verschiedenen Gütern oder Leistungen). Auch der Lohn ist ein Preis — nämlich der Preis für die Arbeit eines Arbeitnehmers.

Ein Preis bildet sich erst dann, wenn Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen. Solange kein Kauf zustande kommt, spricht man nur von einer Preisforderung des Anbieters oder einem Preisgebot des Nachfragers. Einigen sich beide Seiten, entsteht der sogenannte realisierte Preis.

In der Volkswirtschaft gelten Preise als Zeichen für die Knappheit von Gütern: Steigt die Nachfrage, steigen meist auch die Preise — und umgekehrt.

Bestandteile eines Preises sind typischerweise die Kosten für:

  • Rohstoffe und Materialien
  • Energie und Produktionsanlagen
  • Arbeitslohn der Beschäftigten
  • Lagerhaltung, Transport und Logistik
  • Marketing, Vertrieb und Verwaltung

Wichtige Preisarten im Überblick:

  • Einzelpreis: Preis für die kleinste erhältliche Menge (z. B. pro Stück, Kilogramm oder Liter)
  • Gesamtpreis: Einzelpreis multipliziert mit der Menge oder Summe aller Rechnungspositionen
  • Nettopreis: Preis ohne gesetzliche Umsatzsteuer
  • Bruttopreis: Preis inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer
  • Grundpreis: Preis bezogen auf eine einheitliche Grundmenge (z. B. 100 g), um Preise leichter vergleichen zu können — geregelt in § 2 Preisangabenverordnung
  • Schwellenpreis: Preis knapp unterhalb einer runden Zahl (z. B. 0,99 € statt 1,00 €), um günstiger zu wirken
  • Unverbindliche Preisempfehlung (UVP): Vom Hersteller empfohlener Verkaufspreis für den Handel — rechtlich nicht bindend
  • Straßenpreis: Der tatsächlich am Markt erzielte Preis, meist niedriger als die UVP