In Kürze
Produktionsfaktoren sind alle Mittel und Leistungen, die ein Unternehmen benötigt, um Güter herzustellen. Dazu zählen klassisch: Werkstoffe, Betriebsmittel und Arbeit.
Definition
Produktionsfaktoren — auch Inputfaktoren genannt — sind die materiellen und immateriellen Ressourcen, die ein Unternehmen einsetzt, um Produkte zu erstellen. Eine weit verbreitete Einteilung unterscheidet drei Hauptgruppen.
Betriebsmittel umfassen Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und Geldmittel — also alles, womit produziert wird. Werkstoffe sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige und unfertige Erzeugnisse, die in das Produkt eingehen oder den Betrieb der Maschinen ermöglichen (z. B. Energie oder Schmiermittel).
Der Faktor Arbeit teilt sich in zwei Bereiche auf: die ausführende Arbeit (direkte Arbeit am Produkt) und die dispositive Arbeit (Leitung, Planung, Organisation und Kontrolle). Als vierter Faktor gewinnt heute Information und Wissen zunehmend an eigenständiger Bedeutung.
Für den Unternehmenserfolg ist die optimale Bereitstellung der Produktionsfaktoren entscheidend. Das bedeutet: die richtigen Faktoren in der richtigen Menge und Qualität, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort — und möglichst kostengünstig.
Wichtige Begriffe im Zusammenhang:
- Faktorsubstitution: Ein Produktionsfaktor kann durch einen anderen ersetzt oder ausgeglichen werden.
- Limitationale Produktionsfunktion: Die Faktoren stehen in einem festen Verhältnis zueinander — mehr von einem Faktor allein steigert die Produktion nicht.
- Substitutionale Produktionsfunktion: Der geringere Einsatz eines Faktors kann durch mehr Einsatz eines anderen Faktors ausgeglichen werden.