In Kürze
Produktion bezeichnet den von Menschen gesteuerten Prozess, bei dem Produkte oder Dienstleistungen entstehen. Dafür werden Arbeitskräfte, Maschinen, Material, Energie und Informationen eingesetzt.
Definition
Das Wort Produktion stammt vom lateinischen producere (= hervorführen). Im betriebswirtschaftlichen Sinne meint es jeden Prozess, bei dem aus dem Einsatz von Produktionsfaktoren ein Ergebnis entsteht — sei es ein greifbares Produkt oder eine Dienstleistung.
Produktion ist nicht auf die Industrie beschränkt. Sie findet ebenso im Handwerk, in der Land- und Forstwirtschaft sowie im künstlerischen Bereich statt. Bei Dienstleistungen spricht man von Produktion, wenn als Ergebnis zumindest ein gedanklich begreifbares Produkt entsteht — etwa eine Radio- oder Fernsehsendung. Für nicht lagerbare Güter wie Elektrizität verwendet man stattdessen den Begriff Bereitstellung.
Häufig wird Produktion auch als Leistungserstellung bezeichnet — ein Begriff, der ausdrücklich auch die Erstellung von Dienstleistungen einschließt.
Je nach Wirtschaftsbereich unterscheidet man drei Produktionsstufen:
- Primärproduktion: Land- und Forstwirtschaft, Bergbau
- Sekundärproduktion: Industrie und Handwerk
- Tertiäre Produktion: Dienstleistungssektor (Handel, Banken, Verkehr u. a.)
Nach der Menge gleichartiger Erzeugnisse unterscheidet man verschiedene Fertigungstypen:
- Einzelfertigung: Jedes Stück wird individuell hergestellt
- Serienfertigung: Eine begrenzte Stückzahl wird in Serien produziert
- Sortenfertigung: Ähnliche Produkte werden abwechselnd gefertigt
- Massenfertigung: Große Mengen eines einheitlichen Produkts
Ein Sondertyp ist die Kuppelproduktion: Dabei entstehen aus einem Rohstoff zwangsläufig mehrere verschiedene Produkte — zum Beispiel bei der Verarbeitung von Rohöl zu Benzin, Heizöl und Gas.
Außerdem unterscheidet man nach dem zeitlichen Verhältnis zwischen Auftrag und Fertigung: Bei der Kundenfertigung (auch Auftragsfertigung) wird erst nach Eingang eines Auftrags mit der Herstellung begonnen. Bei der Lagerfertigung wird vorab produziert und das fertige Produkt eingelagert, bis ein Kundenauftrag eingeht.
Für Arbeitnehmer in Hochlohnländern wie Deutschland ist bedeutsam: Wettbewerbsfähige Produktion setzt gut ausgebildete Fachkräfte und einen hohen Technisierungsgrad voraus. Damit gewinnen Aus- und Weiterbildung für die Beschäftigten zunehmend an Bedeutung.