Produktionsfaktoren

Produktionsfaktoren — auch Inputfaktoren genannt — sind alle materiellen und immateriellen Mittel, die ein Unternehmen einsetzt, um Güter herzustellen oder Leistungen zu erbringen. Klassisch zählen dazu Arbeit, Betriebsmittel und Werkstoffe.

In Kürze

Produktionsfaktoren — auch Inputfaktoren genannt — sind alle materiellen und immateriellen Mittel, die ein Unternehmen einsetzt, um Güter herzustellen oder Leistungen zu erbringen. Klassisch zählen dazu Arbeit, Betriebsmittel und Werkstoffe.

Definition

Produktionsfaktoren bezeichnen die Gesamtheit der personellen, sachlichen und organisatorischen Mittel betrieblicher Leistungserstellung. Sie liegen vor, wenn diese Mittel objektiv bestimmt und dem Produktionsprozess dauerhaft zugeordnet sind. Abzugrenzen sind sie von reinen Finanzierungs- oder Absatzfaktoren.

Eine weit verbreitete Einteilung unterscheidet drei klassische Hauptgruppen:

  • Betriebsmittel: Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und Geldmittel — also alles, womit produziert wird.
  • Werkstoffe: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige und unfertige Erzeugnisse, die in das Produkt eingehen oder den Betrieb der Maschinen ermöglichen (z. B. Energie oder Schmiermittel).
  • Arbeit: Unterteilt in ausführende Arbeit (direkte Arbeit am Produkt) und dispositive Arbeit (Leitung, Planung, Organisation und Kontrolle).

Als vierter Faktor gewinnt heute Information und Wissen zunehmend eigenständige Bedeutung. Die arbeitsrechtliche Einordnung betrifft insbesondere den Einsatz menschlicher Arbeitsleistung im Betrieb; Rechtsgrundlage hierfür ist § 611a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) für die arbeitsvertragliche Leistungspflicht. Eine gesetzliche Verpflichtung zur vollständigen Erfassung aller Produktionsfaktoren besteht nicht.

Für den Unternehmenserfolg ist die optimale Bereitstellung der Produktionsfaktoren entscheidend: die richtigen Faktoren in der richtigen Menge und Qualität, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort — und möglichst kostengünstig.

Wichtige Begriffe im Zusammenhang:

  • Faktorsubstitution: Ein Produktionsfaktor kann durch einen anderen ersetzt oder ausgeglichen werden.
  • Limitationale Produktionsfunktion: Die Faktoren stehen in einem festen Verhältnis zueinander — mehr von einem Faktor allein steigert die Produktion nicht.
  • Substitutionale Produktionsfunktion: Der geringere Einsatz eines Faktors kann durch mehr Einsatz eines anderen Faktors ausgeglichen werden.

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