In Kürze
Qualität als Führungsaufgabe bedeutet, dass Vorgesetzte aktiv dafür verantwortlich sind, Qualität im Betrieb zu sichern und zu fördern. Das betrifft nicht nur Produkte, sondern auch Arbeitsbedingungen, Abläufe und den Umgang miteinander.
Definition
Qualitätssicherung gilt heute als eine der zentralen Aufgaben von Führungskräften. Hintergrund ist der wachsende internationale Wettbewerb, der Unternehmen dazu zwingt, ihre Qualität konsequent am Kunden auszurichten.
Ein umfassendes Qualitätsverständnis geht dabei über das fertige Produkt hinaus. Es umfasst vier Bereiche:
- Produkte und Dienstleistungen
- Arbeitsbedingungen
- Prozesse und Verfahren
- Außenbeziehungen des Unternehmens
Qualität wird dabei als Einhaltung von Vereinbarungen zwischen Lieferanten und Kunden verstanden — sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens. Ein solches ganzheitliches Qualitätsmanagement senkt Kosten und steigert gleichzeitig die Qualität.
Vorgesetzte tragen eine besondere Verantwortung: Sie müssen sich mit dem Qualitätskonzept ihres Unternehmens identifizieren, förderliche Rahmenbedingungen schaffen und als Vorbild auftreten. Ein teamorientierter Führungsstil ist dabei ausdrücklich gefragt.
Mitarbeiter sollen aktiv eingebunden werden. Dafür stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung:
- Qualitätsgespräche — fördern den Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden
- Projektgruppen — prüfen, welche Probleme sich gemeinsam im Team lösen lassen
- Freiwillige Qualitätszirkel — unterstützen den Gesamtprozess und die Personalentwicklung
- Methoden der Gruppenarbeit und Ideenfindung — helfen, Ursachen systematisch zu analysieren und Verbesserungen umzusetzen
Ziel ist es, durch gemeinsames Handeln positive Effekte sowohl für das Unternehmen als auch für die Beschäftigten zu erzielen.