In Kürze
Ein Rabatt ist ein Preisnachlass auf den regulären Verkaufspreis einer Ware oder Dienstleistung. Er kann als fester Betrag oder als Prozentsatz gewährt werden.
Definition
Das Wort „Rabatt" stammt aus dem Italienischen (rabbattere = abschlagen, abziehen) und bezeichnet einen Nachlass auf den Listenpreis. Unternehmen setzen Rabatte als Instrument der Preispolitik ein, um Kaufanreize zu schaffen.
Ein Rabatt kann monetär (als Geldnachlass) oder als Sachrabatt in Form von Warenzugaben gewährt werden. Allgemeine Preissenkungen oder nachträgliche Warenrückvergütungen gelten dagegen nicht als Rabatt. Auch Skonto — ein Nachlass für frühzeitige Zahlung — ist kein Rabatt im eigentlichen Sinne.
Rabatte können für bestimmte Zielgruppen gelten, etwa nach Beruf, Alter oder Mitgliedschaft, und nach verschiedenen Formen berechnet werden:
- Festrabatt: ein fester Betrag oder eine feste Menge, unabhängig von der Abnahmemenge
- Relativrabatt: ein prozentualer Anteil, der sich an der tatsächlichen Abnahmemenge orientiert
- Einheitsrabatt: immer gleich hoch, z. B. stets 10 %
- Staffelrabatt: steigt mit der Abnahmemenge, z. B. 5 % ab 100 Stück, 15 % ab 500 Stück
- Gesamtrabatt: bezieht sich auf die gesamte gekaufte Menge
- Zuwachsrabatt: wird nur auf bestimmte Mengenstufen angewendet
Zu den häufigsten Rabattarten gehören:
- Abverkaufsrabatt: für Restbestände oder Auslaufmodelle
- Jahresrabatt: auf den Gesamtumsatz eines Geschäftsjahres
- Naturalrabatt: zusätzliche Ware statt Geldnachlass (z. B. 110 Stück zum Preis von 100)
- Saisonrabatt: bei frühzeitigem Kauf saisonaler Waren
- Treuerabatt: steigt mit der Dauer der Geschäftsbeziehung
- Wiederverkäuferrabatt: für Groß- und Einzelhandel auf Herstellerpreise
- Umsatzbonus: nachträgliche Gutschrift bei Erreichen eines Mindestumsatzes
- Personalrabatt: für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens
- Funktionsrabatt: wenn der Kunde bestimmte Aufgaben für den Verkäufer übernimmt
- Schadensfreiheitsrabatt: z. B. in der Kfz-Versicherung bei schadenfreiem Verlauf