In Kürze
Ein Rückkehrgespräch ist ein Gespräch zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter, das direkt nach einer Abwesenheit vom Arbeitsplatz stattfindet. Ziel ist es, die Ursachen der Fehlzeit zu besprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Definition
Das Rückkehrgespräch — auch Fehlzeitengespräch genannt — wird geführt, wenn ein Mitarbeiter nach einer Abwesenheit an den Arbeitsplatz zurückkehrt. Anlass kann sowohl eine Erkrankung als auch ein unentschuldigtes Fehlen sein.
Das Gespräch sollte am ersten Arbeitstag nach der Rückkehr stattfinden, unabhängig davon, wie lange die Abwesenheit gedauert hat. Besonders wichtig ist es bei kurzen, aber häufig wiederkehrenden Fehlzeiten.
Je nach Häufigkeit der Abwesenheit wird das Gespräch von unterschiedlichen Personen geführt:
- Beim ersten Vorfall: der direkte Vorgesetzte (z. B. Teamleiter oder Meister)
- Bei Wiederholung: die nächsthöhere Führungsebene
- Bei weiterer Wiederholung: die Personalabteilung oder Geschäftsleitung
Das Gespräch läuft in der Regel in mehreren Schritten ab: Zunächst wird der Mitarbeiter begrüßt und seine Rückkehr positiv anerkannt. Dann werden die Auswirkungen der Fehlzeit auf den Betrieb und auf den Mitarbeiter selbst besprochen. Schließlich geht es um die Ursachen der Abwesenheit und darum, ob Unterstützung oder Maßnahmen nötig sind.
Das Gespräch findet unter vier Augen statt — andere Kollegen sollen nicht anwesend sein. Bei längeren Erkrankungen kann der Vorgesetzte den Mitarbeiter auch zu Hause oder im Krankenhaus besuchen, um Wertschätzung zu zeigen und sich über den Gesundheitszustand zu informieren.