In Kürze
Symbolische Führung beschreibt, dass nicht die objektive Wirklichkeit, sondern die subjektive Wahrnehmung von Mitarbeitenden ihr Verhalten im Betrieb prägt.
Definition
Im Mittelpunkt der symbolischen Führung steht die Erkenntnis: Menschen handeln nicht nach nackten Fakten, sondern danach, wie sie diese Fakten deuten und empfinden. Was eine Führungskraft tut oder entscheidet, wird von Mitarbeitenden also immer auch mit einer persönlichen Bedeutung versehen.
Frühere Führungsentscheidungen können sich dabei festigen und langfristige Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten der Belegschaft haben. Ein einmal entstandenes Bild – positiv wie negativ – wirkt oft noch lange nach.
Führungskräfte sind daher gefordert, nicht nur sachliche Fakten zu berücksichtigen, sondern auch den Hintersinn ihrer Handlungen mitzudenken: Welche Botschaft kommt bei den Mitarbeitenden an? Wie wird eine Entscheidung gedeutet – unabhängig davon, wie sie gemeint war?