In Kürze
Die Teilkostenrechnung — auch Deckungsbeitragsrechnung genannt — verrechnet nur einen Teil der Gesamtkosten direkt auf einzelne Produkte oder Dienstleistungen. Grundlage ist die Aufteilung aller Kosten in fixe und variable Bestandteile.
Definition
Bei der Teilkostenrechnung werden nicht alle Kosten eines Unternehmens gleichmäßig auf die einzelnen Produkte oder Dienstleistungen (sogenannte Kostenträger) verteilt. Stattdessen werden nur die variablen Kosten — also jene, die direkt von der produzierten Menge abhängen — den einzelnen Kostenträgern zugeordnet.
Die Fixkosten hingegen werden nicht auf einzelne Produkte verteilt, sondern als gesamter Block vom Gesamtdeckungsbeitrag abgezogen. Das Ergebnis dieser Rechnung ist der Betriebserfolg des Unternehmens.
Damit unterscheidet sich die Teilkostenrechnung klar von der Vollkostenrechnung, bei der sämtliche Kosten — auch Fixkosten — über Schlüssel oder Durchschnitte auf alle Produkte verteilt werden.
Kostenspaltung als Voraussetzung
Damit die Teilkostenrechnung funktioniert, müssen die Gesamtkosten zunächst in ihre Bestandteile zerlegt werden. Diese sogenannte Kostenspaltung trennt:
- Variable Kosten: steigen oder sinken mit der Produktionsmenge
- Fixe Kosten: fallen unabhängig von der Produktionsmenge an
Die variablen Einzelkosten werden direkt den Produkten zugeordnet. Variable Gemeinkosten werden über eine Kostenstellenrechnung indirekt verteilt. Fixkosten bleiben als Block bestehen.
Wofür wird die Teilkostenrechnung genutzt?
Die Teilkostenrechnung liefert wichtige Informationen für betriebliche Entscheidungen, zum Beispiel:
- Welche Produkte sollen hergestellt werden?
- Wie setzt sich das Produktionsprogramm zusammen?
- Wie hoch ist die kurzfristige Preisuntergrenze eines Produkts?
- Soll ein Zusatzauftrag angenommen werden?
Wichtig: Auch bei der Teilkostenrechnung fließen alle anfallenden Kosten in die Ermittlung des Betriebsergebnisses ein — sie werden nur auf einem anderen Weg berücksichtigt.