Total Quality Management (TQM)

In Kürze

Total Quality Management (TQM) ist ein umfassendes Qualitätsmanagement-Konzept, das alle Bereiche eines Unternehmens einbezieht. Ziel ist es, Qualitätsstandards dauerhaft einzuführen und zu sichern.

Definition

TQM steht für Total Quality Management und wird auf Deutsch auch als „umfassendes Qualitätsmanagement" bezeichnet. Anders als bei einer klassischen Qualitätskontrolle am Ende der Produktion setzt TQM bereits bei der Auswahl der Materialien an und begleitet den gesamten Fertigungsprozess bis zur Auslieferung an den Kunden.

Das Konzept geht auf den amerikanischen Forscher William Edwards Deming zurück, der in den 1940er Jahren die Grundlagen entwickelte. Seine Philosophie umfasst 14 Grundsätze, die zusammen die sogenannte Demingsche Reaktionskette bilden. Diese soll den Fortbestand eines Unternehmens, seine Arbeitsplätze und seinen Gewinn dauerhaft sichern.

TQM beruht auf drei zentralen Qualitätsansprüchen:

  • Technischer Qualitätsanspruch: geeignete Maschinen, Materialien und aktuelles Fachwissen der Beschäftigten
  • Methodischer Qualitätsanspruch: gut organisierte Arbeitsabläufe, Strukturen und Arbeitssysteme im Unternehmen
  • Personaler und sozialer Qualitätsanspruch: Führungsverhalten, Teamarbeit, Motivation und Lernbereitschaft der Mitarbeiter

TQM kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle Mitarbeiter auf allen Ebenen die Qualitätsphilosophie mittragen. Die Unternehmensleitung trägt dabei eine besondere Verantwortung — sie darf diese Aufgabe nicht einfach delegieren, sondern muss sie selbst aktiv vorantreiben.

Für Arbeitnehmer bedeutet TQM unter anderem: regelmäßige Aus- und Weiterbildung, ein offenes Betriebsklima ohne Angst, die Möglichkeit, auf gute Arbeit stolz zu sein, sowie eine klare Information über Unternehmensziele und den eigenen Beitrag dazu.