In Kürze
Leistungsbezogene Vergütung bedeutet, dass ein Teil des Lohns oder Gehalts nicht fest ist, sondern von der erbrachten Leistung abhängt. Je mehr oder besser jemand arbeitet, desto höher kann sein Verdienst ausfallen.
Definition
Bei der leistungsbezogenen Vergütung wird das Entgelt ganz oder teilweise an die individuelle oder betriebliche Leistung geknüpft. Man spricht auch von variabler Vergütung: Ein fixer Grundlohn wird durch leistungsabhängige Bestandteile ergänzt oder ersetzt.
In vielen deutschen Unternehmen gilt noch das klassische Lohn- und Gehaltsgruppenverfahren: Beschäftigte werden in eine Gruppe eingestuft und steigen dort automatisch nach Zeitabschnitten auf — unabhängig davon, ob ihre Leistung tatsächlich gestiegen ist. Dieses System gilt als starr und wenig leistungsfördernd.
Leistungsbezogene Systeme sollen diesen Zusammenhang herstellen: Wer mehr leistet, soll auch mehr verdienen. Studien zeigen, dass durch solche Systeme Produktivitätssteigerungen von bis zu 30 Prozent möglich sind.
In den USA ist variable Vergütung bereits seit den 1980er-Jahren weit verbreitet — nicht nur für Führungskräfte, sondern für breite Beschäftigtengruppen. In Deutschland gewinnt das Modell ebenfalls an Bedeutung, auch wenn viele Unternehmen an Tarifverträge gebunden sind, die den Gestaltungsspielraum einschränken.
Für tarifgebundene Unternehmen sind daher auch die Tarifvertragsparteien gefragt, leistungsorientierte Elemente in Tarifverträgen zu verankern.