In Kürze
Betrieblicher Arbeitsschutz kostet Geld – bringt Unternehmen aber auch messbaren Nutzen. Dieser Zusammenhang wird als Wirtschaftlichkeit des Arbeitsschutzes bezeichnet.
Definition
Arbeitsschutz im Betrieb verursacht Kosten. Dazu gehören unter anderem Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung, die Beschäftigung von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit, die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen sowie Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin belaufen sich diese Kosten im Durchschnitt auf etwa 2,4 Prozent der Lohnsumme.
Diesen Kosten steht ein konkreter Nutzen gegenüber – Fachleute sprechen vom sogenannten „Return on Prevention". Ein gut funktionierender Arbeitsschutz kann:
- Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten verringern
- krankheitsbedingte Fehlzeiten reduzieren
- Kosten für Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall senken
- Produktionsausfälle durch Fehlzeiten vermindern
- die Arbeitszufriedenheit und Motivation der Beschäftigten verbessern
- die Produktivität steigern
- das Unternehmensimage bei Kunden und Bewerbern stärken
- die Fluktuation von qualifiziertem Personal verringern
Schätzungen zufolge lassen sich 30 bis 40 Prozent aller krankheitsbedingten Ausfallzeiten durch ein effizientes Arbeitsschutzmanagement vermeiden. Bereits die dadurch eingesparten Kosten für die Entgeltfortzahlung können die Ausgaben für den Arbeitsschutz nahezu ausgleichen.