In Kürze
Das Wirtschaftlichkeitsprinzip beschreibt, wie Unternehmen ihre Mittel möglichst rational einsetzen, um den größtmöglichen Nutzen oder Gewinn zu erzielen. Es wird auch als ökonomisches Prinzip oder Rationalprinzip bezeichnet.
Definition
Das Wirtschaftlichkeitsprinzip geht davon aus, dass Güter knapp sind. Deshalb sollen Unternehmen ihre Ressourcen — also Arbeit, Maschinen und Finanzmittel — so einsetzen, dass das Verhältnis zwischen Aufwand (Input) und Ergebnis (Output) möglichst günstig ausfällt.
Das Prinzip tritt in drei Formen auf:
- Minimalprinzip: Ein festgelegtes Ziel wird mit möglichst geringem Mitteleinsatz erreicht. Beispiel: Ein bestimmter Umsatz soll mit so wenig Kosten wie möglich erzielt werden.
- Maximalprinzip: Mit einem vorgegebenen Budget wird ein möglichst hoher Nutzen angestrebt. Beispiel: Mit einem festen Kostenrahmen soll der Umsatz so hoch wie möglich ausfallen.
- Extremumprinzip (Optimumprinzip): Weder Input noch Output sind fest vorgegeben — es wird das beste Verhältnis zwischen beiden gesucht. Diese Form eignet sich am besten für komplexe Entscheidungen in der Praxis.
Wichtig: Die oft gehörte Forderung, gleichzeitig den Aufwand zu minimieren und den Ertrag zu maximieren, ist nicht umsetzbar. Immer muss eine der beiden Größen festgelegt oder variabel gehalten werden. Nur das Extremumprinzip lässt beide Seiten offen und sucht ein optimales Gleichgewicht.
Wirtschaftliches Handeln setzt voraus, dass die Unternehmensleitung klare Ziele definiert oder genehmigt hat — denn ohne festgelegte Zielsetzung lässt sich kein sinnvoller Input-Output-Vergleich anstellen.