Zahlungsbedingungen

In Kürze

Zahlungsbedingungen legen fest, wann, wo und wie eine Zahlung zu leisten ist. Sie sind fester Bestandteil eines Kaufvertrags oder der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

Definition

Zahlungsbedingungen — auch Zahlungskonditionen genannt — regeln alle Einzelheiten rund um die Bezahlung: die Zahlungsfrist (Valuta), die Kostenverteilung zwischen Käufer und Verkäufer, die Art der Zahlung sowie die Möglichkeit eines Skontoabzugs.

Sie sind entweder ausdrücklich im Kaufvertrag vereinbart oder ergeben sich aus den AGB des Verkäufers. Haben beide Seiten eigene AGB, entscheidet in der Praxis oft die stärkere Marktposition darüber, wessen Bedingungen gelten.

Nach dem Zahlungszeitpunkt unterscheidet man unter anderem:

  • Vorauszahlung – vollständige Zahlung vor der Lieferung
  • Anzahlung – Teilzahlung vor Lieferung, Rest später
  • Zahlung bei Warenerhalt – z. B. Barzahlung oder Nachnahme
  • Zahlung nach Zahlungsziel – Zahlung innerhalb einer vereinbarten Frist, mit oder ohne Skonto
  • Zahlung per Zahlungsplan – Begleichung in festgelegten Raten zu bestimmten Terminen

Zahlt ein Kunde erst nach Ablauf eines Zahlungsziels, nimmt er einen sogenannten Lieferantenkredit in Anspruch. Dieser ist kostenlos, wenn kein Skonto vereinbart wurde. Bietet der Lieferant Skonto für frühzeitige Zahlung an, ist dieser Betrag meist bereits im Verkaufspreis einkalkuliert.

Ein Skonto lohnt sich für den Kunden häufig selbst dann, wenn er dafür einen Kredit aufnehmen muss — denn die Kreditzinsen sind in der Regel deutlich niedriger als der effektive Zinssatz des Skontos. Nutzt ein Kunde den Skonto dauerhaft nicht, kann das ein Hinweis auf Liquiditätsprobleme sein.

Zahlungsbedingungen haben für beide Seiten Vor- und Nachteile: Der Kunde gewinnt Zeit zur Rechnungsprüfung und bleibt liquide; der Lieferant muss die Ware vorfinanzieren und trägt das Risiko eines Zahlungsausfalls. Gewährt der Lieferant Skonto, verbessert sich sein Zahlungseingang und die Planbarkeit seiner Liquidität.