In Kürze
Der Arbeitsmarkt ist der Ort, an dem Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften aufeinandertreffen. Arbeitnehmer bieten ihre Arbeitskraft an, Arbeitgeber fragen sie nach — der Lohn ist dabei der „Preis".
Definition
Auf dem Arbeitsmarkt verkaufen Menschen ihre Arbeitskraft gegen ein Entgelt an Unternehmen. Die Arbeitgeber stellen dafür in der Regel die nötigen Arbeitsmittel wie Maschinen, Werkzeuge und Rohstoffe zur Verfügung.
Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten des Arbeitsmarktes unterschieden:
- Erster Arbeitsmarkt: Hier treffen Stellenangebote der Unternehmen und freie Arbeitskräfte direkt aufeinander. Der Lohn richtet sich nach Angebot und Nachfrage — ähnlich wie beim Gütermarkt.
- Zweiter Arbeitsmarkt: Dieser ist staatlich gefördert. Mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen werden Anreize geschaffen, damit Unternehmen zusätzliche Arbeitsplätze anbieten und so ein Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage entsteht.
In der Praxis sind Löhne nicht frei schwankend, sondern werden meist durch Tarifverträge für einen bestimmten Zeitraum festgelegt. Nach unten sind sie in der Regel starr — Arbeitslosigkeit kann daher nicht einfach durch sinkende Löhne ausgeglichen werden.
Seit der Einführung des Hartz-Konzepts im Jahr 2003 unterscheidet Deutschland drei Beschäftigungsformen (Beträge Stand 01.01.2024):
- Minijob: Bruttoverdienst bis 538 Euro im Monat
- Midijob (Niedriglohn-Job): Bruttoverdienst von 538,01 bis 2.000,00 Euro im Monat
- Reguläre Beschäftigung: Bruttoverdienst über 2.000,00 Euro im Monat
Wichtige Kennzahlen zur Beurteilung des Arbeitsmarktes sind die Erwerbsquote und die Arbeitslosenquote. Sie werden sowohl für die gesamte Volkswirtschaft als auch nach Regionen und Branchen ausgewertet.