In Kürze
Beim Benchmarking im Personalwesen vergleicht ein Unternehmen seine Personalkennzahlen mit denen anderer Unternehmen oder eigener Abteilungen. Ziel ist es, Stärken und Schwächen zu erkennen und die eigene Effizienz zu verbessern.
Definition
Benchmarking bedeutet, dass sich ein Unternehmen an einem Vergleichsmaßstab — dem sogenannten Best-Practice-Wert — orientiert. Dabei wird geprüft, welcher Bereich oder welches Unternehmen unter vergleichbaren Bedingungen die besten Ergebnisse erzielt.
Im Personalwesen wird Benchmarking eingesetzt, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und Wettbewerbsvorteile zu gewinnen. Typische Kennzahlen sind zum Beispiel Krankenquoten, Fluktuationsraten, Personalkosten je Mitarbeiter oder der Anteil produktiver Arbeitsstunden.
Grundsätzlich gibt es drei Arten des Benchmarkings:
- Internes Benchmarking: Vergleich zwischen verschiedenen Abteilungen, Niederlassungen oder Tochtergesellschaften desselben Unternehmens.
- Externes Benchmarking: Vergleich des eigenen Personalbereichs mit dem von Konkurrenzunternehmen in der gleichen Branche.
- Funktionales Benchmarking: Vergleich bestimmter Prozesse oder Funktionen im Personalwesen — unabhängig von der Branche, zum Beispiel die Anzahl der Lohnbuchhalter je 1.000 Beschäftigte.
Der Benchmarking-Prozess läuft in mehreren Schritten ab: Daten erheben, Vergleichbarkeit sicherstellen, den besten Wert festlegen, Maßnahmen entwickeln, den Fortschritt laufend kontrollieren und dauerhaft optimieren. Dieser Kreislauf beginnt danach von vorn.
Ein bekanntes Problem: Benchmarking arbeitet meist mit vergangenheitsbezogenen Zahlen, obwohl man eigentlich in die Zukunft planen möchte. Außerdem lassen sich qualitative Aspekte — also Dinge, die sich nicht einfach in Zahlen ausdrücken lassen — nur schwer erfassen. Das gilt besonders im Personalbereich, wo menschliche und soziale Faktoren eine große Rolle spielen.