Beschäftigungsgrad

In Kürze

Der Beschäftigungsgrad gibt an, wie stark ein Unternehmen oder ein Unternehmensbereich seine tatsächliche Leistungsfähigkeit ausschöpft. Er zeigt das Verhältnis zwischen tatsächlicher und maximal möglicher Beschäftigung.

Definition

In der Kostenrechnung beschreibt der Beschäftigungsgrad den Umfang der tatsächlich genutzten Leistungsfähigkeit eines Unternehmens oder einer einzelnen Abteilung (Kostenstelle). In einem Produktionsbetrieb ist das zum Beispiel die Menge der tatsächlich hergestellten Produkte.

Der Beschäftigungsgrad wird als Verhältnis berechnet: tatsächliche Beschäftigung geteilt durch die mögliche Beschäftigung, multipliziert mit 100. Ein Wert unter 100 % bedeutet Unterbeschäftigung, ein Wert über 100 % bedeutet Überbeschäftigung.

In der Praxis wird der Beschäftigungsgrad häufig mit dem Kapazitätsauslastungsgrad gleichgesetzt. Dieser misst zum Beispiel, wie viele Arbeitsstunden tatsächlich geleistet wurden im Vergleich zu den unter normalen Umständen möglichen Arbeitsstunden.

Wichtige Begriffe im Zusammenhang mit dem Beschäftigungsgrad:

  • Planbeschäftigung: die im Voraus geplante Beschäftigung
  • Istbeschäftigung: die tatsächlich stattgefundene Beschäftigung
  • Maximalkapazität: die höchstmögliche Leistungsfähigkeit einer Anlage
  • Optimalkapazität: die Ausbringungsmenge mit den niedrigsten Stückkosten
  • Minimalkapazität: die technisch notwendige Mindestleistung
  • Leerkosten: Kosten für nicht genutzte Kapazität
  • Nutzkosten: Kosten für tatsächlich genutzte Kapazität