Bestandskonten

In Kürze

Bestandskonten sind Konten im Rechnungswesen, auf denen Zu- und Abgänge von Vermögen oder Schulden eines Unternehmens erfasst werden. Sie bilden die Grundlage für die Bilanz.

Definition

Im Rechnungswesen eines Unternehmens gibt es zwei Arten von Sachkonten: Bestandskonten und Erfolgskonten. Bestandskonten zeigen, wie sich bestimmte Posten — zum Beispiel Bankguthaben, Waren oder Schulden — im Laufe des Geschäftsjahres verändern.

Bestandskonten kommen auf beiden Seiten der Bilanz vor: auf der Aktivseite (z. B. Vermögensgegenstände) und auf der Passivseite (z. B. Verbindlichkeiten). Zu Beginn eines Geschäftsjahres werden die Anfangsbestände aus der Eröffnungsbilanz übernommen. Alle Veränderungen — also Zugänge und Abgänge — werden laufend eingetragen.

Am Ende des Jahres werden die Kontensalden mit dem tatsächlichen Bestand aus der Inventur abgeglichen. Stimmen die Zahlen nicht überein, müssen die Differenzen gesondert gebucht und die Konten korrigiert werden. Anschließend fließen die Salden in die Schlussbilanz ein.

Wichtig: Laut § 246 Abs. 2 HGB dürfen aktive und passive Bestandskonten nicht miteinander verrechnet oder zusammengefasst werden. Aktiv- und Passivposten müssen in der Bilanz stets getrennt ausgewiesen werden.