Beteiligungsmodell

In Kürze

Ein Beteiligungsmodell ermöglicht es Arbeitnehmern, am Erfolg oder Kapital ihres Unternehmens teilzuhaben. Es dient als leistungsorientiertes Entgeltsystem und kann die Bindung ans Unternehmen stärken.

Definition

Beteiligungsmodelle sind Vergütungsformen, bei denen Arbeitnehmer über ihr Grundgehalt hinaus am wirtschaftlichen Ergebnis oder am Kapital des Unternehmens beteiligt werden. Man unterscheidet dabei zwei grundlegende Arten.

Erfolgsbeteiligungen knüpfen die Vergütung direkt an die erbrachte Leistung oder den wirtschaftlichen Erfolg. Typische Beispiele sind Provisionen, Umsatzbeteiligungen, Ergebnisbeteiligungen und Gewinnbeteiligungen. Diese Form ist besonders im Vertrieb und Außendienst verbreitet, da Mitarbeiter dort direkten Einfluss auf Umsatz und Ergebnis haben.

Kapitalbeteiligungen geben Arbeitnehmern hingegen einen echten Anteil am Unternehmen – etwa in Form von Mitarbeiteraktien oder Gesellschaftsanteilen. Ziel ist eine stärkere Identifikation der Beschäftigten mit dem Unternehmen und eine langfristige Mitarbeiterbindung.

Ob ein Beteiligungsmodell sinnvoll ist und welche Form gewählt wird, hängt oft von der jeweiligen Mitarbeitergruppe und ihrer Möglichkeit ab, das Unternehmensergebnis zu beeinflussen. Beteiligungsmodelle werden auch im Rahmen der Mitarbeitergewinnung eingesetzt.