Bildungscontrolling

In Kürze

Bildungscontrolling ist die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Unternehmen. Es stellt sicher, dass Weiterbildung wirksam ist und sich für Betrieb und Beschäftigte lohnt.

Definition

Unternehmen investieren in die Qualifikation ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter — etwa durch Schulungen, Seminare oder Trainings. Bildungscontrolling ist das Werkzeug, mit dem diese Investitionen gezielt gesteuert und bewertet werden.

Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Qualifikationen der Beschäftigten mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten. Eine einfache Zufriedenheitsabfrage nach einer Schulung reicht dafür nicht aus.

Ein vollständiges Bildungscontrolling umfasst mehrere Schritte:

  • Bedarfsanalyse: Zunächst wird ermittelt, welcher Weiterbildungsbedarf im Unternehmen tatsächlich besteht — das Ergebnis kann auch eine Erhöhung des Bildungsbudgets sein.
  • Maßnahmenauswahl: Auf Basis des ermittelten Bedarfs werden geeignete Weiterbildungsmaßnahmen ausgewählt.
  • Erfolgskontrolle: Nach der Maßnahme wird geprüft, ob das angestrebte Wissen erworben und in der betrieblichen Praxis umgesetzt wurde.
  • Kostenkontrolle: Alle angefallenen Kosten werden erfasst und mit den geplanten Kosten verglichen (Soll-Ist-Vergleich).
  • Rentabilitätskontrolle: Die aufgewendeten Kosten werden dem erzielten Nutzen gegenübergestellt, um den Gesamterfolg der Maßnahme zu messen.

Bildungscontrolling hilft damit nicht nur dem Unternehmen, sondern auch den Beschäftigten: Weiterbildungen werden sinnvoller geplant und eingesetzt, wenn ihr Erfolg systematisch überprüft wird.