Deckungsbeitrag

In Kürze

Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Deckung der Fixkosten eines Unternehmens beiträgt – und was danach als Gewinn übrig bleibt.

Definition

Als Deckungsbeitrag bezeichnet man den Überschuss, der entsteht, wenn man vom Verkaufserlös eines Produkts die sogenannten variablen Kosten abzieht. Variable Kosten sind Kosten, die direkt von der Menge der produzierten oder verkauften Waren abhängen – zum Beispiel Materialkosten.

Der Deckungsbeitrag ist Teil der Teilkostenrechnung. Im Unterschied zur Vollkostenrechnung werden dabei nur die beschäftigungsabhängigen Kosten einem Produkt direkt zugerechnet. Die fixen Kosten – also Kosten, die unabhängig von der Produktionsmenge anfallen – werden anschließend durch die Deckungsbeiträge gedeckt.

Im Handel entspricht der Deckungsbeitrag der Differenz zwischen dem Netto-Verkaufspreis und dem Einstandspreis. Dieser wird auch als Handelsspanne bezeichnet.

In der Praxis wird häufig eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung eingesetzt:

  • Deckungsbeitrag I: Erlöse minus variable Kosten
  • Deckungsbeitrag II: Deckungsbeitrag I minus produktbezogene Fixkosten
  • Deckungsbeitrag III: Deckungsbeitrag II minus Fixkosten der Produktgruppe
  • Gewinn: Deckungsbeitrag III minus allgemeine Unternehmens-Fixkosten

Deckungsbeiträge können auch geplant werden. Solche Plandeckungsbeiträge helfen dabei, das Produktionsprogramm zu steuern. Ein Produkt wird in der Regel dann gefertigt, wenn sein Deckungsbeitrag positiv ist – also wenn es zumindest einen Teil der Fixkosten deckt.

Eine wichtige Kennzahl ist der Deckungsbeitrag in Prozent des Umsatzes. Er zeigt, welche Produkte verhältnismäßig mehr zum Betriebsergebnis beitragen. Im Controlling werden Deckungsbeiträge außerdem mit früheren Zeiträumen verglichen, um Entwicklungen im Unternehmen sichtbar zu machen.