In Kürze
Die Divisionskalkulation ist ein Verfahren zur Berechnung der Kosten je produzierter Einheit. Dabei werden die gesamten Periodenkosten durch die hergestellte oder verkaufte Menge geteilt.
Definition
Die Divisionskalkulation wird vor allem in Unternehmen eingesetzt, die in Massenfertigung ein einziges Produkt herstellen. Das Grundprinzip ist einfach: Die gesamten Kosten einer Abrechnungsperiode werden durch die produzierte oder abgesetzte Menge dividiert – das Ergebnis sind die Selbstkosten je Stück.
Das Verfahren lässt sich auch nutzen, wenn mehrere Produkte hergestellt werden – vorausgesetzt, jedes Produkt wird in einem eigenen Bereich gefertigt und die Kosten werden getrennt erfasst.
Je nach Betrieb und Anforderung gibt es drei Varianten:
- Einstufige Divisionskalkulation: Die einfachste Form. Gesamtkosten werden durch die produzierte und gleichzeitig verkaufte Menge geteilt. Bestandsveränderungen bei fertigen oder unfertigen Erzeugnissen sind nicht erlaubt. Eine Kostenstellenrechnung ist nicht erforderlich.
- Zweistufige Divisionskalkulation: Hier werden Herstellkosten und Verwaltungs- und Vertriebskosten getrennt berechnet. Bestandsveränderungen bei Fertigerzeugnissen sind möglich und werden zu Herstellkosten bewertet. Dafür ist eine einfache Kostenstellenrechnung nötig.
- Mehrstufige Divisionskalkulation: Der Produktionsbereich wird in mehrere Teilbereiche (Stufen) aufgeteilt. Für jede Stufe werden die Stückkosten einzeln ermittelt. So können auch unfertige Erzeugnisse bewertet werden. Voraussetzung ist eine ausführliche Kostenstellenrechnung sowie die Bearbeitung nur einer Produktart je Fertigungsstufe.