Einkauf

In Kürze

Der Einkauf ist eine betriebliche Funktion, die ein Unternehmen mit den nötigen Gütern und Dienstleistungen versorgt. Er umfasst sowohl alltägliche operative Aufgaben als auch langfristige strategische Entscheidungen.

Definition

Ursprünglich bezeichnete der Begriff Einkauf nur die konkreten Tätigkeiten, die sicherstellen, dass ein Unternehmen rechtzeitig mit den für die Produktion notwendigen Materialien und Dienstleistungen versorgt wird. Mit der Zeit wuchs die Bedeutung dieser Funktion, und es kamen zunehmend strategische Aufgaben hinzu.

In der Betriebswirtschaft gilt der Einkauf heute als Teilgebiet der Beschaffung, die wiederum Teil der Materialwirtschaft ist. Eine klare, einheitliche Abgrenzung dieser drei Begriffe existiert jedoch nicht.

Die Aufgaben des Einkaufs lassen sich in zwei Bereiche unterteilen:

  • Strategische Aufgaben: Marktbeobachtung und Beschaffungsmarktforschung, Bewertung von Lieferanten, Gestaltung der Einkaufspolitik (z. B. Entscheidung für einen oder mehrere Lieferanten), Kostenkontrolle sowie Bündelung von Einkaufsmengen durch Kooperationen.
  • Operative Aufgaben: Erstellung von Ausschreibungen, Einholung und Vergleich von Angeboten, Verhandlung von Preisen und Konditionen mit Lieferanten sowie Verwaltung der Einkaufsvorgänge.

Wie der Einkauf im Unternehmen organisiert ist — zentral oder dezentral, nach Materialart oder Region — hängt vor allem von der Unternehmensgröße und dem Anteil des Einkaufsvolumens am Gesamtumsatz ab. Je größer dieses Verhältnis, desto bedeutender ist der Einkauf für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Einheitliche Einkaufsrichtlinien helfen dabei, Abläufe zu standardisieren und die Kontrolle über Bestellvorgänge zu erleichtern — unabhängig davon, ob der Einkauf zentral oder dezentral organisiert ist.