Empowerment

In Kürze

Empowerment bedeutet „Selbstbemächtigung" und beschreibt eine Führungsmethode, bei der Mitarbeiter bewusst mehr Verantwortung und Entscheidungsfreiheit erhalten, um ihre Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft zu stärken.

Definition

Der Begriff Empowerment stammt ursprünglich aus der amerikanischen Sozialwissenschaft und wurde zunächst im Bereich der Arzt-Patienten-Beziehung verwendet. Später fand er Eingang in die Personalführung als Managementmethode.

Im Arbeitsalltag bedeutet Empowerment, dass Führungskräfte Aufgaben und Verantwortung an ihre Mitarbeiter übertragen — und sich danach bewusst zurückziehen. Sie greifen nur im Notfall ein und erkennen Arbeitserfolge ausdrücklich als Leistung der jeweiligen Mitarbeiter an.

Empowerment geht dabei über einfaches Delegieren hinaus: Es betont besonders die Übertragung von Verantwortung und setzt voraus, dass Mitarbeiter Wertschätzung erfahren, Entscheidungsfreiheit besitzen und selbstverantwortlich handeln können.

Der Ansatz fußt auf vier Grundwerten:

  • Bewusstheit
  • Freiheit
  • Verantwortung
  • Wahlmöglichkeit

Empowerment kann sich auf einzelne Mitarbeiter oder auf ganze Teams beziehen. In Gruppen stärken sich die Mitglieder gegenseitig — fachlich wie emotional.

Für Führungskräfte bedeutet Empowerment, Kontrolle loszulassen, nur grobe Richtlinien vorzugeben und gemeinsam mit den Mitarbeitern Ziele zu erarbeiten. Die Annahme dahinter: Wer Verantwortung trägt, ist motivierter, entwickelt eigene Ideen und setzt diese auch um.