Engpass

In Kürze

Ein Engpass entsteht, wenn im Unternehmen eine bestimmte Kapazität – etwa Maschinen, Finanzmittel oder Personal – nicht ausreicht, um alle geplanten Aufgaben zu erfüllen. Ziel der Unternehmensplanung ist es, solche Engpässe zu erkennen und zu beseitigen.

Definition

In der Betriebswirtschaftslehre bezeichnet ein Engpass das Auftreten knapper Kapazitäten in einem Betrieb. Das kann zum Beispiel die Kapazität einer Maschine, die verfügbaren Finanzmittel, die Beschaffung von Rohstoffen oder die Absatzmöglichkeiten betreffen.

Besteht kein Engpass und ist der Betrieb nicht voll ausgelastet, trägt grundsätzlich jedes Produkt mit einem positiven Deckungsbeitrag zum Unternehmensergebnis bei. Liegt dagegen ein Engpass vor, kann das Unternehmen nicht alle Produkte fertigen – manche müssen wegfallen, obwohl sie eigentlich Gewinn bringen würden.

Für die Planung des Produktionsprogramms wird in solchen Fällen der sogenannte engpassbezogene Deckungsbeitrag berechnet. Dieser gibt an, wie viel Gewinnbeitrag ein Produkt pro genutzter Einheit des knappen Faktors – zum Beispiel pro Maschinenminute – erzeugt. Damit lässt sich festlegen, welche Produkte vorrangig gefertigt werden sollen.

Gibt es mehrere Engpässe gleichzeitig, reicht diese einfache Berechnung nicht mehr aus. In der Praxis werden dann komplexere mathematische Verfahren eingesetzt, um das optimale Produktionsprogramm zu ermitteln.

Im Alltag wird ein Engpass auch als Flaschenhals bezeichnet. Gemeint ist damit eine Maschine, eine Abteilung oder ein Produktionsfaktor, der im Vergleich zu allen anderen am stärksten ausgelastet ist und dadurch den gesamten Produktionsdurchfluss begrenzt.