In Kürze
Ergonomie ist die Wissenschaft von der menschlichen Arbeit. Sie beschäftigt sich damit, wie Arbeitsplätze, Arbeitsmittel und Arbeitsbedingungen optimal an die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Menschen angepasst werden können.
Definition
Das Wort Ergonomie stammt aus dem Griechischen: Ergon bedeutet Arbeit oder Leistung, Nomos bedeutet Gesetz oder Regel. Der Begriff wurde erstmals 1950 auf einer Tagung von Arbeitswissenschaftlern in Großbritannien verwendet.
Ziel der Ergonomie ist es, Arbeitsinhalte, Arbeitsmittel, Arbeitsumgebung und Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sie zu den geistigen, körperlichen und psychischen Eigenschaften des Menschen passen — und nicht umgekehrt. Im Mittelpunkt steht der Mensch in seiner Beziehung zur Arbeit und zur Arbeitsumgebung.
Konkret geht es darum, Belastungen abzubauen, Umgebungseinflüsse günstig zu gestalten und Arbeitsmittel benutzerfreundlich zu machen. Besonders bei der Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen spielt die Ergonomie eine wichtige Rolle.
Die ergonomische Regel
Die ergonomische Regel besagt: Je geringer die körperlichen oder geistigen Fähigkeiten einer Person sind, desto stärker wirkt sich eine bestimmte Belastung auf sie aus. Eine Beanspruchung gilt als nicht mehr vertretbar, wenn auf Dauer mit einer Gesundheitsbeeinträchtigung gerechnet werden muss — zum Beispiel beim regelmäßigen Heben schwerer Lasten.
Eine Arbeit gilt als erträglich, wenn sie ohne Gesundheitsgefährdung regelmäßig ausgeführt werden kann und dabei nur geringe Ermüdung auftritt.
Ziele der Ergonomie
- Humanität: Arbeitsplätze werden nach den Bedürfnissen des Menschen gestaltet; Mitarbeiter werden entsprechend ihrer Eignung eingesetzt und ausgebildet.
- Wirtschaftlichkeit: Arbeitsabläufe werden optimiert und Arbeitsmittel an die jeweiligen Aufgaben angepasst.
- Arbeitssicherheit: Gesundheitliche Beeinträchtigungen der Mitarbeiter werden vermieden.