In Kürze
Der Erlös ist der Gegenwert, den ein Unternehmen durch den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen sowie durch Vermietung oder Verpachtung erzielt. Er ist eng verwandt mit dem Begriff Umsatz und bildet eine wichtige Grundlage im betrieblichen Rechnungswesen.
Definition
Betriebswirtschaftlich bezeichnet der Erlös den Gegenwert, den ein Unternehmen für seine verkauften Produkte oder Dienstleistungen erhält. Dieser Gegenwert kann als Barzahlung eingehen oder als Forderung entstehen, wenn der Kunde auf Rechnung kauft.
Die Berechnung ist einfach: Erlös = abgesetzte Menge × Preis. Bezogen auf eine bestimmte Periode — etwa ein Jahr, ein Quartal oder einen Monat — ergibt sich der Erlös aus der Multiplikation der verkauften Menge mit dem jeweiligen Verkaufspreis.
Der Begriff Umsatz wird häufig gleichbedeutend verwendet und gilt als zulässiges Synonym. Andere Begriffe wie „Leistung" oder „betrieblicher Ertrag" sind ähnlich, aber nicht vollständig identisch: In Produktionsunternehmen kommen zum Erlös noch Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie aktivierungsfähige Eigenleistungen hinzu — erst dann ergibt sich die sogenannte Leistung (Betriebsertrag).
Wichtig ist außerdem der Unterschied zwischen Bruttoerlös und Nettoerlös: Vom Bruttoerlös werden sogenannte Erlösschmälerungen abgezogen — zum Beispiel Rabatte, Skonti oder Gutschriften. Was übrig bleibt, ist der Nettoerlös, der für die Kalkulation von Verkaufspreisen maßgeblich ist.
Im Rechnungswesen werden Erlöse auf eigenen Erlöskonten erfasst und gebucht.