In Kürze
Evaluierung bedeutet die systematische Analyse und Bewertung von Maßnahmen oder Prozessen. In der Personalarbeit wird damit geprüft, ob eingesetzte Instrumente ihre Ziele erreichen.
Definition
Das Wort Evaluierung (auch: Evaluation) stammt vom lateinischen valuere (= bewerten) und bezeichnet die Analyse, Beschreibung und Bewertung von Prozessen und Maßnahmen — zum Beispiel in Bildung, Verwaltung oder Wirtschaft.
In der Personalwirtschaft steht Evaluierung für alle Maßnahmen, die der Erfolgskontrolle der Personalarbeit dienen. Besonders häufig wird sie in der Personalentwicklung, der Personalförderung sowie der betrieblichen Aus- und Weiterbildung eingesetzt.
Ziel ist es festzustellen, ob Maßnahmen wie Job Rotation, Job Enrichment oder Führungskräfteentwicklung tatsächlich die Qualifikation und Motivation der Beschäftigten verbessern.
Für eine Evaluierung werden Daten methodisch erhoben und dokumentiert — etwa durch Mitarbeiterbefragungen, Beobachtungen, Tests oder Fragebögen. Anschließend werden die ermittelten Ist-Werte mit den vorab festgelegten Soll-Werten verglichen.
Bei der Bewertung spielen vier wesentliche Kriterien eine Rolle:
- Akzeptanzkriterien: Wie haben die Teilnehmenden die Maßnahme aufgenommen?
- Lernkriterien: Können die Inhalte korrekt wiedergegeben werden?
- Transferkriterien: Führt die Maßnahme zu positiven Verhaltensänderungen?
- Ergebniskriterien: Verbessern sich die Arbeitsergebnisse der Teilnehmenden?
Eine vollständig objektive Evaluierung ist in der Praxis schwierig, da sich Ursache und Wirkung — gerade in der Personalentwicklung — kaum zuverlässig messen lassen.