Fehlzeiten

In Kürze

Fehlzeiten sind alle Abwesenheiten von Arbeitnehmern, die ein Unternehmen beeinflussen kann. Der größte Anteil entfällt auf krankheitsbedingte Abwesenheiten.

Definition

In der betrieblichen Praxis wird zwischen zwei Begriffen unterschieden: Ausfallzeiten umfassen alle Zeiten, in denen Mitarbeiter fehlen – unabhängig vom Grund. Fehlzeiten sind dagegen nur jene Ausfallzeiten, auf die ein Unternehmen mehr oder weniger Einfluss nehmen kann.

In deutschen Unternehmen entfallen rund 85 % der Fehlzeiten auf krankheitsbedingte Abwesenheiten. Daneben gibt es weitere Formen wie unentschuldigtes Fehlen oder vermeidbare Abwesenheiten.

Die Höhe der Fehlzeiten hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel:

  • Branche und Produktionsart
  • Betriebsklima und Führungsqualität
  • Arbeitsbedingungen und Arbeitsdruck
  • Qualifikation und private Lebensumstände der Beschäftigten
  • Konjunktur und Belegschaftsstruktur

Unternehmen können Fehlzeiten durch gezielte Maßnahmen beeinflussen. Dazu gehören unter anderem die systematische Erfassung und Auswertung von Abwesenheiten, Rückkehrgespräche nach Krankheit, flexible Arbeitszeitmodelle, Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge sowie ein verbesserter Arbeitsschutz.

Werden Fehlzeiten nicht aktiv angegangen, können sie langfristig zunehmen. Ein bewusster Umgang damit schützt sowohl die Interessen des Unternehmens als auch die der Kolleginnen und Kollegen.