Fertigungsmaterial

In Kürze

Fertigungsmaterial umfasst alle Vorräte eines Produktionsunternehmens, die direkt oder indirekt in die Herstellung von Erzeugnissen einfließen. Dazu zählen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bestimmte Abfälle, zugekaufte unfertige Erzeugnisse sowie produktionsbezogenes Verpackungsmaterial.

Definition

In einem Produktionsunternehmen werden verschiedene Materialien benötigt, um Waren herzustellen. All diese Materialien zusammen nennt man Fertigungsmaterial. Es gehört zu den Vorräten des Unternehmens und wird im Laufe des Produktionsprozesses verbraucht oder verarbeitet.

Zum Fertigungsmaterial gehören vier Hauptgruppen:

  • Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe: Rohstoffe sind der Hauptbestandteil eines Produkts und gehen unmittelbar in das fertige Erzeugnis ein. Hilfsstoffe gehen ebenfalls ins Produkt ein, spielen aber eine untergeordnete Rolle. Betriebsstoffe hingegen gehen nicht ins Produkt ein, werden aber im Produktionsprozess verbraucht – zum Beispiel Schmiermittel für Maschinen.
  • Abfälle: Abfälle, die im eigenen Produktionsprozess wiederverwendet werden, gelten als Fertigungsmaterial. Abfälle, die dagegen an andere Unternehmen verkauft werden, zählen zu den fertigen Erzeugnissen. Bei der jährlichen Inventur müssen diese beiden Arten getrennt erfasst werden.
  • Unfertige Erzeugnisse (Zukaufteile): Auch Teile oder Vorprodukte, die von anderen Unternehmen zugekauft und dann weiterverarbeitet werden, gehören zum Fertigungsmaterial.
  • Verpackungsmaterial: Verpackungen zählen nur dann zum Fertigungsmaterial, wenn sie für den Produktionsprozess notwendig sind. Die Innenverpackung – also eine Verpackung, die Teil des fertigen Produkts wird – gehört dazu. Die Außenverpackung für Transport oder Lagerung zählt hingegen nicht zum Fertigungsmaterial, sondern zu den Vertriebskosten.