In Kürze
Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen variable Arbeitszeiten innerhalb eines festgelegten Rahmens. Sie erlauben eine Anpassung der täglichen Arbeitsleistung an betriebliche Erfordernisse.
Definition
Flexible Arbeitszeitmodelle sind ein arbeitszeitrechtliches Instrument zur variablen Lage und Verteilung geschuldeter Arbeitszeit. Sie beschreiben betriebliche Regelungen, nach denen Arbeitsstunden zeitlich variieren können.
Ein flexibles Arbeitszeitmodell liegt vor, wenn Beginn, Ende oder Dauer der Arbeitszeit verbindlich flexibel festgelegt ist. Die Flexibilität betrifft ausschließlich die zeitliche Lage, nicht die arbeitsvertragliche Hauptleistungspflicht des Arbeitnehmers.
Flexible Arbeitszeitmodelle setzen voraus, dass das vertragliche Arbeitszeitvolumen unverändert bleibt. Rechtsgrundlagen sind:
- Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
- Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
Eine gesetzliche Verpflichtung zur Einführung besteht nicht für Arbeitgeber oder Arbeitnehmer allgemein.
Abzugrenzen sind flexible Arbeitszeitmodelle von:
- Teilzeitarbeit, da dort das Arbeitszeitvolumen reduziert wird
Flexible Arbeitszeitmodelle haben praktische Bedeutung bei der betrieblichen Organisation täglicher Arbeitsabläufe moderner Unternehmen.