Geldmenge

In Kürze

Die Geldmenge beschreibt den verfügbaren Geldbestand einer Volkswirtschaft außerhalb des Bankensektors. Sie ist eine zentrale Größe für die geldpolitische Steuerung.

Definition

Geldmenge ist ein geldpolitischer Begriff. Sie bezeichnet den gesamten Bestand an Bargeld und Buchgeld, der sich bei Nichtbanken befindet.

Erfasst sind private Haushalte, Unternehmen und öffentliche Stellen, nicht jedoch Kassenbestände der Kreditinstitute.

Geldmenge liegt vor, wenn Zahlungsmittel unmittelbar oder kurzfristig für wirtschaftliche Transaktionen verfügbar sind.

Die Abgrenzung erfolgt nach Verfügbarkeit und Liquiditätsgrad anhand standardisierter geldpolitischer Aggregate.

Unterschieden werden insbesondere:

  • Zentralbankgeld
  • Geldmengen M1, M2 und M3

Die Geldmenge wird durch Zentralbanken im Rahmen der Geldpolitik beobachtet und beeinflusst.

Maßgeblich ist dabei die Steuerung von Liquidität zur Sicherung von Preisstabilität.

Eine gesetzliche Fixierung bestimmter Zielwerte ist nicht vorgesehen.

Der Begriff begründet keinen Anspruch auf einen bestimmten Umfang an umlaufendem Geld.

Abzugrenzen ist sie von der Vermögensmenge, die auch nicht liquiditätswirksame Werte umfasst.

In der Praxis dient die Geldmenge als Indikator für wirtschaftliche Entwicklung und geldpolitische Entscheidungen.