Gewinn

In Kürze

Gewinn ist das positive Ergebnis eines Unternehmens: Er entsteht, wenn die Erträge die Aufwendungen übersteigen. Das Gegenteil ist ein Verlust.

Definition

Als Gewinn bezeichnet man die Zunahme des Eigenkapitals eines Unternehmens aus seiner Geschäftstätigkeit innerhalb einer bestimmten Periode – zum Beispiel eines Jahres, Halbjahres, Quartals oder Monats.

Der Gewinn ergibt sich aus der Differenz zwischen Ertrag (den eingenommenen Werten) und Aufwand (den verbrauchten Werten). Man unterscheidet dabei zwei Arten:

  • Periodengewinn: der Gewinn in einem bestimmten Abrechnungszeitraum
  • Stückgewinn: der Gewinn je hergestellter oder verkaufter Einheit

Wichtig: Einzelne positive Erfolgsbeiträge – etwa wenn ein Gegenstand über seinem Buchwert verkauft wird – sind noch kein Gewinn im eigentlichen Sinne. Erst wenn alle betrieblichen Aufwendungen durch Erträge gedeckt sind, spricht man korrekt von Gewinn. Einzelne Beiträge werden treffender als Deckungsbeitrag bezeichnet.

Der Gewinn kann auf zwei Wegen ermittelt werden: entweder durch eine Inventur (Bestandsaufnahme zu einem Stichtag) oder durch die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), in der alle Erträge und Aufwendungen eines Geschäftsjahres zusammengefasst werden.

Im internationalen Sprachgebrauch – vor allem bei größeren Unternehmen – sind auch englische Begriffe üblich:

  • EBIT (earnings before interest and taxes): Gewinn vor Zinsen und Steuern
  • EBITDA (earnings before interest, taxes, depreciation, and amortisation): Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, auch als Brutto-Cashflow bezeichnet

In der internen Unternehmensrechnung (Betriebsbuchführung) spricht man statt von Gewinn vom Betriebsergebnis – der Differenz zwischen Leistung und Kosten. Dieses kann von dem in der Finanzbuchführung ausgewiesenen Gewinn abweichen.

Als einzelne Kennzahl sagt der Gewinn wenig aus. Aussagekräftiger wird er erst, wenn man ihn ins Verhältnis setzt – etwa zum eingesetzten Kapital oder zur Zahl der Beschäftigten.