Gruppenfertigung

In Kürze

Gruppenfertigung ist eine Form der betrieblichen Arbeits- und Produktionsorganisation. Sie verbindet arbeitsteilige Fertigung mit eigenständiger Koordination innerhalb kleiner Arbeitseinheiten.

Definition

Gruppenfertigung ist ein arbeitsorganisatorisches Modell der industriellen Produktion im betrieblichen Zusammenhang. Sie bezeichnet die Zusammenfassung mehrerer aufeinanderfolgender Arbeitsgänge innerhalb räumlich abgegrenzter Einheiten durch mehrere Beschäftigte.

Gruppenfertigung liegt vor, wenn eine Gruppe von Arbeitnehmern für einen vollständigen Fertigungsabschnitt oder vergleichbare Produkte verantwortlich ist. Voraussetzung ist eine organisatorisch festgelegte Zuordnung von Aufgaben, Betriebsmitteln und Endterminen bei dezentraler Ablaufsteuerung.

Die Ausgestaltung erfolgt innerhalb des arbeitgeberseitigen Organisationsrechts ohne eigenständige gesetzliche Anspruchsnorm. Eine Verpflichtung zur Einführung oder Aufrechterhaltung der Gruppenfertigung besteht arbeitsrechtlich nicht.

Abzugrenzen ist die Gruppenfertigung von:

  • Fließfertigung, bei der Arbeitsschritte streng sequenziell und taktgebunden organisiert sind

In der Praxis beeinflusst Gruppenfertigung die Arbeitsabläufe, Verantwortungszuordnung und Mitbestimmungsrechte im Betrieb.