In Kürze
Headhunting ist eine besondere Form der Personalsuche, bei der spezialisierte Berater gezielt Führungskräfte direkt ansprechen — meist solche, die bereits in einem festen Arbeitsverhältnis stehen.
Definition
Beim Headhunting beauftragt ein Unternehmen einen spezialisierten Personalberater (den sogenannten „Headhunter"), um geeignete Kandidaten für eine offene Stelle zu finden. Im Mittelpunkt stehen häufig obere Führungskräfte, die nicht aktiv auf Jobsuche sind.
Der Headhunter erstellt zunächst gemeinsam mit dem Auftraggeber ein Anforderungsprofil für die zu besetzende Position. Anschließend recherchiert er mögliche Kandidaten — etwa über Fachzeitschriften, Branchenverzeichnisse, das Internet oder Gespräche mit Branchenkennern (sogenanntes „Sourcing").
Die erste Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel telefonisch. Der Headhunter nennt dabei seinen eigenen Namen, hält den Namen des Auftraggebers aber zunächst aus Diskretionsgründen zurück. Er schildert die Stelle und prüft, ob der Kandidat grundsätzlich wechselbereit ist.
Zeigt der Kandidat Interesse, folgen Bewerbungsunterlagen, ein persönliches Gespräch und schließlich die Vorstellung beim suchenden Unternehmen — wie bei einem üblichen Bewerbungsverfahren.
Wichtig: Unternehmen sollten Headhunting nicht selbst betreiben. Die Gewerbeordnung regelt, dass Abwerbung nicht sittenwidrig, nicht mit unlauteren Mitteln und nicht planmäßig erfolgen darf. Verstöße dagegen können rechtliche Konsequenzen haben.