In Kürze
Identifikation beschreibt, wie stark sich ein Mitarbeiter mit seinem Unternehmen verbunden fühlt und dessen Ziele, Werte und Kultur als seine eigenen betrachtet. Eine hohe Identifikation wirkt sich positiv auf Motivation, Leistung und Verbleib im Unternehmen aus.
Definition
Das Wort Identifikation bedeutet wörtlich „gleichsetzen". Im Arbeitskontext beschreibt es, inwieweit ein Mitarbeiter die Ziele, Werte und die Philosophie seines Unternehmens verinnerlicht und sich damit verbunden fühlt.
Fehlt diese Verbundenheit, kann das spürbare Folgen haben: sinkende Motivation, schlechtere Arbeitsmoral, häufigere Fehlzeiten oder sogar die innere oder tatsächliche Kündigung.
Eng verwandt ist der englische Begriff Commitment. Er geht noch einen Schritt weiter und schließt auch das persönliche Pflichtgefühl des Mitarbeiters ein, sein Bestes für das Unternehmen zu geben. Commitment umfasst drei Ebenen:
- Emotionale (affektive) Ebene: Der Mitarbeiter fühlt sich dem Unternehmen verbunden, weil er gute Beziehungen zu Kollegen und Vorgesetzten hat, mit seiner Arbeit zufrieden ist und Entwicklungsperspektiven sieht.
- Moralische (normative) Ebene: Der Mitarbeiter fühlt sich dem Unternehmen gegenüber verpflichtet — etwa weil er fair behandelt wird und seine Leistung anerkannt wird.
- Kalkulative (rationale) Ebene: Der Mitarbeiter wägt ab, was ein Wechsel kosten würde — zum Beispiel Aufstiegschancen, Vergütung oder bereits erworbene Altersversorgungsansprüche.
Wie stark jede dieser Ebenen die Bindung an ein Unternehmen beeinflusst, hängt von der jeweiligen Person, ihren Lebensumständen und der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt ab.
Unternehmen können die Identifikation ihrer Mitarbeiter stärken, indem sie Meinungen und Erwartungen ernst nehmen, Ziele transparent kommunizieren und Mitarbeiter aktiv an der Gestaltung des Unternehmens beteiligen.