In Kürze
Intelligenztests messen geistige Fähigkeiten von Bewerbern oder Mitarbeitern. Sie werden vor allem bei der Auswahl von Auszubildenden eingesetzt, in anderen Bereichen aber zunehmend seltener genutzt.
Definition
Ein Intelligenztest ist ein standardisiertes Verfahren, mit dem Unternehmen die intellektuellen Problemlösungsfähigkeiten von Bewerbern oder Beschäftigten ermitteln wollen. Häufig kommen solche Tests im Rahmen von Assessment Centern zum Einsatz.
Typische Inhalte eines Intelligenztests sind:
- Logisch-kombinatorisches Denkvermögen
- Analytisch-problemorientiertes Denkvermögen
- Konzentrations- und Merkfähigkeit
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Sprachliche Intelligenz (Verständnis sprachlicher Bedeutung)
Nach der Auswertung werden die Teilnehmer bestimmten Intelligenzklassen zugeordnet — von niedriger über durchschnittliche bis hin zu hoher Intelligenz.
Einwilligung erforderlich: Grundsätzlich muss die Einwilligung der Testperson vorliegen. Nimmt jemand ohne Widerspruch am Test teil, gilt dies rechtlich als sogenanntes konkludentes Verhalten — also als stillschweigende Zustimmung.
Grenzen und Kritik: Das Testergebnis kann je nach Tagesform um bis zu 15 Punkte schwanken. Außerdem wird vielfach bezweifelt, ob ein relevanter Zusammenhang zwischen dem Intelligenzquotienten (IQ) und der beruflichen Eignung besteht. Viele Unternehmen verzichten daher heute — außer bei Auszubildenden und Trainees — auf klassische Intelligenztests.
Als Alternative setzen manche Unternehmen sogenannte Intelligenz-Profiltests ein. Diese messen nicht den IQ als absolute Zahl, sondern gezielt die Fähigkeiten, die für eine bestimmte Stelle besonders wichtig sind — etwa mathematisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen oder Konzentrationsfähigkeit.