In Kürze
Ein Intrapreneur ist ein Arbeitnehmer, der innerhalb eines Unternehmens wie ein Unternehmer denkt und handelt. Er entwickelt neue Ideen und Visionen und setzt diese mit hoher Eigeninitiative und Risikobereitschaft um.
Definition
Der Begriff setzt sich aus „intra" (lateinisch für „innerhalb") und „Entrepreneur" (französisch für „Unternehmer") zusammen. Ein Intrapreneur arbeitet also als angestellter Mitarbeiter, verhält sich dabei aber unternehmerisch – er wartet nicht auf Anweisungen, sondern gestaltet aktiv.
Intrapreneure beanspruchen bewusst Freiräume für kreative und visionäre Arbeit. Sie stellen bestehende Regeln und Abläufe infrage, wenn diese ihre Ziele behindern. Dabei handeln sie oft außerhalb der üblichen Betriebsabläufe – besonders in größeren Unternehmen kann das zu Spannungen führen.
Typisch für Intrapreneure ist, dass sie ihre Ideen zunächst intern reifen lassen, bevor sie diese öffentlich machen. So schützen sie ihre Vorhaben vor frühzeitiger Ablehnung durch skeptische Kollegen oder Vorgesetzte.
Obwohl Intrapreneure häufig als Einzelkämpfer starten, sind sie auf ein kleines, verlässliches Team angewiesen, das ihre Ideen mitträgt. Ebenso wichtig sind Vorgesetzte, die ihnen Rückendeckung geben und nicht auf strikte Regeleinhaltung bestehen.
Für eine erfolgreiche Tätigkeit als Intrapreneur sind folgende Fähigkeiten besonders wichtig:
- Kreativität
- Risikoorientierung
- Entscheidungsfähigkeit
- Intrinsische Motivation (Antrieb von innen)
- Konflikt- und Kooperationsbereitschaft
- Selbstbewusstsein und Umsetzungsorientierung
- Ganzheitliches Denken und Einfühlungsvermögen