In Kürze
Eine Investition ist die Verwendung von Geld oder Kapital zum Erwerb von Vermögenswerten, die einem Unternehmen langfristig nutzen. Typische Beispiele sind Maschinen, Gebäude oder Beteiligungen an anderen Unternehmen.
Definition
In der Betriebswirtschaft bezeichnet eine Investition die Anschaffung eines langfristig nutzbaren Produktionsmittels. Das können Gegenstände wie Maschinen oder Fahrzeuge sein, aber auch immaterielle Werte wie Lizenzen oder Patente sowie Finanzanlagen wie Aktien.
Investitionsgüter werden in der Bilanz eines Unternehmens im sogenannten Anlagevermögen erfasst. Ihr Wertverlust über die Nutzungsdauer wird durch Abschreibungen berücksichtigt — die Kosten werden also nicht auf einmal, sondern verteilt über mehrere Jahre in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Investitionsentscheidungen sind für Unternehmen besonders anspruchsvoll, weil sie schwer rückgängig zu machen sind, viel Kapital binden und oft über einen langen Zeitraum wirken. Neben wirtschaftlichen Überlegungen spielen auch gesetzliche Vorgaben und technische Machbarkeit eine Rolle.
Investitionsarten im Überblick
- Sachinvestitionen: z. B. Gebäude, Grundstücke, Maschinen
- Immaterielle Investitionen: z. B. Lizenzen, Patente
- Finanzinvestitionen: z. B. Aktien, Unternehmensbeteiligungen
- Gründungsinvestitionen: Investitionen bei der Errichtung eines Unternehmens
- Ersatzinvestitionen: Ersatz von abgenutzten Produktionsmitteln
- Erweiterungsinvestitionen: Ziel ist die Steigerung der Produktion
- Rationalisierungsinvestitionen: Ziel ist effizienteres Produzieren bei gleichem oder geringerem Kostenaufwand
- Direktinvestitionen: Beteiligungen an Unternehmen im Ausland