In Kürze
Leistungsdruck bezeichnet die psychische Belastung, die entsteht, wenn Arbeitnehmer unter zu hohem Zeit- und Arbeitsdruck stehen. Er ist heute die häufigste Ursache für negativen Stress am Arbeitsplatz.
Definition
Leistungsdruck entsteht, wenn Arbeitnehmer mehr leisten sollen, als sie in der verfügbaren Zeit oder mit ihren Mitteln bewältigen können. Ursachen sind unter anderem mangelnde Handlungsspielräume und eine zu hohe Arbeitsbelastung.
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Situation verschärft: Globalisierung, Wettbewerb und betriebliche Umstrukturierungen — etwa durch Outsourcing oder die Einführung von Profit-Centern — erhöhen den Druck auf Beschäftigte stetig. Laut einer Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin leidet fast jeder dritte Beschäftigte unter zu hohem Termin- und Leistungsdruck.
Die Folgen reichen von Hektik und Dauerstress bis hin zum Burn-out-Syndrom. Arbeitsausfälle durch Über- oder Unterforderung sowie Zeitdruck verursachen jährlich Kosten von mehr als sechs Milliarden Euro.
Arbeitgeber sind im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht verpflichtet, überhöhten Leistungsdruck zu vermeiden. Mögliche Maßnahmen sind:
- Aufgaben passend zur Qualifikation der Mitarbeiter verteilen
- Ziele und Zeitvorgaben gemeinsam vereinbaren
- Regelmäßige Mitarbeitergespräche führen
- Ausreichende Aus- und Weiterbildung anbieten
- Wertschätzende Rückmeldungen geben
- Präventiven Arbeitsschutz einführen
- Gesundheitsfördermaßnahmen umsetzen
- Mitarbeiter aktiv an der Zielfindung beteiligen