In Kürze
Eine Leistungsprämie ist eine zusätzliche Vergütung, die Arbeitnehmer für besondere Leistungen über das normale Maß hinaus erhalten. Sie ergänzt den Grundlohn und soll gezielt zu überdurchschnittlichem Einsatz motivieren.
Definition
Leistungsprämien sind freiwillige oder vertraglich vereinbarte Zusatzzahlungen des Arbeitgebers. Sie werden ausgezahlt, wenn Arbeitnehmer bestimmte, vorher festgelegte Ziele erreichen oder übertreffen. Der reguläre Lohn bleibt davon unberührt.
Es gibt verschiedene Arten von Leistungsprämien, die je nach Betrieb und Aufgabe eingesetzt werden:
- Mengenprämie: Wer mehr produziert als die festgelegte Normalmenge, erhält für jedes zusätzliche Stück eine Extra-Vergütung. Der Basisstundenlohn bleibt auch bei Unterschreitung der Normalmenge erhalten.
- Nutzungsprämie: Belohnt den schonenden Umgang mit Maschinen und Anlagen — zum Beispiel durch geringere Wartungskosten oder weniger Stillstandszeiten.
- Qualitätsprämie: Honoriert fehlerfreie oder besonders hochwertige Arbeitsergebnisse. Je nach Produktionsart wird entweder die Anzahl einwandfreier Produkte oder die Höhe des Ausschusses als Maßstab herangezogen.
- Materialverbrauchsprämie: Wird gezahlt, wenn Arbeitnehmer besonders sparsam mit Produktionsmaterial, Hilfsstoffen oder Energie umgehen.
- Terminprämie: Motiviert dazu, vereinbarte Liefertermine einzuhalten oder früher fertig zu werden — etwa um Vertragsstrafen für das Unternehmen zu vermeiden.
Mehrere Prämienarten können miteinander kombiniert werden. So lässt sich zum Beispiel eine hohe Menge gleichzeitig mit einer Mindestqualität verknüpfen, um einseitige Anreize zu vermeiden.