Leistungsmotivation

In Kürze

Leistungsmotivation beschreibt den inneren Antrieb von Beschäftigten, ihre Arbeit engagiert und zielgerichtet zu erledigen. Sie zu stärken gilt als eine der zentralen Aufgaben von Führungskräften.

Definition

Motivation umfasst drei Aspekte: die inneren Antriebskräfte (wie stark und aktiv jemand handelt), den Gegenstand (Richtung und Ziel des Handelns) sowie die Verlaufsform (gleichmäßig oder sprunghaft, zu welchem Zeitpunkt).

Man unterscheidet zwischen Selbstmotivation (der Antrieb kommt von innen) und Fremdmotivation (Anreize von außen). Führungskräfte können Mitarbeitende nicht direkt motivieren, aber sie können Bedingungen schaffen, die die Selbstmotivation fördern.

Einige Einflussfaktoren sind stabil und verändern sich kaum — zum Beispiel persönliche Fähigkeiten, Bedürfnisse und Werte (etwa nach der Bedürfnispyramide von Maslow) oder äußere Rahmenbedingungen wie Arbeitsorganisation und Ausstattung. Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie hilft dabei zu verstehen, welche Faktoren Unzufriedenheit erzeugen und welche echte Zufriedenheit ermöglichen.

Andere Faktoren sind veränderlich — etwa Stimmungen, unvorhergesehene Ereignisse oder Krisen. Hier übernehmen Führungskräfte eine Art „Feuerwehr-Funktion": Sie sorgen dafür, dass auch in unerwarteten Situationen koordiniertes Handeln möglich bleibt.

Ein optimales Motivationsniveau entsteht, wenn eine ausgewogene Balance zwischen Leistung und Erholung, zwischen eigenen Interessen und dem Wohl anderer sowie zwischen Arbeit und Privatleben besteht. Grundlage dafür ist gegenseitiger Respekt zwischen Führungskräften und Beschäftigten.