In Kürze
Die Lohnform legt fest, nach welchem Prinzip gewerbliche Arbeitnehmer für ihre Arbeit bezahlt werden. Die drei wichtigsten Grundformen sind Zeitlohn, Akkordlohn und Prämienlohn.
Definition
Gewerbliche Arbeitnehmer erhalten als Vergütung für ihre Arbeitsleistung Lohn. Dabei gibt es verschiedene Grundformen, die sich darin unterscheiden, ob und wie stark die individuelle Leistung die Höhe des Lohns beeinflusst.
Zeitlohn bedeutet: Der Arbeitnehmer wird für seine Anwesenheitszeit bezahlt, wobei eine normale Arbeitsleistung vorausgesetzt wird. Die tatsächlich erbrachte Mehrleistung wirkt sich nicht direkt auf den Lohn aus. Der Zeitlohn gilt daher nicht als Leistungslohn im engeren Sinne.
Akkordlohn ist ein echter Leistungslohn: Die erbrachte Arbeitsmenge wird entweder in Geld bewertet (Geldakkord) oder in Zeit bewertet (Zeitakkord). Wer mehr leistet, verdient entsprechend mehr. Der Akkordlohn ist in der Praxis jedoch rückläufig.
Prämienlohn ist eine Mischform aus Zeit- und Akkordlohn: Ein Grundlohn wird gezahlt, zusätzlich gibt es eine Prämie für Mehrleistungen. Diese Lohnform gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Welche Lohnform für einen Arbeitsplatz oder einen Arbeitnehmer geeignet ist, hängt von den jeweiligen Umständen ab. Ein gerechtes Vergütungssystem sollte sowohl die Interessen des Unternehmens als auch die der Arbeitnehmer berücksichtigen – dieses Prinzip wird als Lohngerechtigkeit (Äquivalenzprinzip) bezeichnet.