In Kürze
Bei der Massenfertigung wird ein einziges Produkt über einen langen Zeitraum in sehr großer Menge hergestellt. Diese Produktionsart ermöglicht niedrige Stückkosten, bringt aber auch Einschränkungen für Arbeitnehmer mit sich.
Definition
Die Massenfertigung ist eine Produktionsform, bei der ein und dasselbe Produkt praktisch unbegrenzt und dauerhaft auf dafür fest eingeplanten Maschinen oder Fertigungsstraßen hergestellt wird. Typische Beispiele sind Schrauben, Zement, Streichhölzer oder Wäscheklammern.
Im Unterschied zur Einzel- oder Serienfertigung können auf den genutzten Maschinen während des Produktionszeitraums keine anderen Produkte gefertigt werden. Häufig wird auch auf Vorrat produziert, um saisonale Schwankungen im Absatz auszugleichen.
Vorteile der Massenfertigung:
- Große Mengen gleicher Produkte zu niedrigen Stückkosten
- Optimale Nutzung der vorhandenen Maschinen und Anlagen
- Geringere Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten in der Produktion
- Weniger aufwändige Produktionsplanung
- Senkung der Gesamtkosten durch Fixkostendegression
Nachteile der Massenfertigung:
- Kaum Flexibilität bei der Umstellung des Produktprogramms
- Individuelle Kundenwünsche lassen sich nur begrenzt berücksichtigen
- Für Arbeitnehmer bedeutet die starke Arbeitsteilung oft monotone, eng vorgeschriebene Tätigkeiten mit eingeschränktem Verantwortungsbereich — was sich negativ auf Arbeitszufriedenheit und Motivation auswirken kann
Ein moderner Ansatz ist die sogenannte individualisierte Massenfertigung (auch „Mass Customization" genannt). Dabei werden Massenprodukte durch begrenzte Variationen — etwa im Design oder durch modularen Aufbau — an individuelle Kundenwünsche angepasst. Diese Form wird heute unter anderem in der Automobil-, Computer- und Textilindustrie eingesetzt.