In Kürze
Motivation beschreibt die Bereitschaft eines Arbeitnehmers, seine Aufgaben engagiert und zielorientiert zu erledigen. Sie wird von vielen Faktoren beeinflusst — von der Bezahlung über den Führungsstil bis hin zum Betriebsklima.
Definition
Im Arbeitsalltag unterscheidet man zwei Formen: die Arbeitsmotivation als persönliche Bereitschaft zur Arbeitsanstrengung und die Motivation als Führungsprozess, bei dem Vorgesetzte gezielt Einfluss auf das Verhalten ihrer Mitarbeiter nehmen, um gemeinsame Ziele zu erreichen.
Jeder Mensch bringt eine eigene innere Motivation mit. Aufgabe der Personalführung ist es, diese zu fördern und nicht zu hemmen. Dabei spielen Motivatoren eine wichtige Rolle — das sind Ziele wie eine Beförderung, Belohnungen oder andere Anreize, die die Arbeitsbereitschaft positiv beeinflussen sollen.
Vom bewussten Motivieren zu unterscheiden ist das Demotivieren: Es geschieht meist unbewusst und wirkt sich negativ auf die Arbeitsbereitschaft aus — etwa durch eintönige Aufgaben, zu wenig Entscheidungsspielraum oder unkooperative Kollegen. Im schlimmsten Fall führt anhaltende Demotivation zur sogenannten inneren Kündigung.
Wichtige Einflussfaktoren auf die Motivation sind laut Forschung unter anderem:
- Gerechte Entlohnung — Ungleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit stört das Betriebsklima erheblich
- Anerkennung und Feedback — Lob, konstruktive Kritik und Vertrauen durch Vorgesetzte
- Entscheidungsfreiheit — Mitsprache und Verantwortung im eigenen Aufgabenbereich
- Abwechslungsreiche Arbeit — Erweiterung von Aufgaben (Job enlargement) und Verantwortung (Job enrichment)
- Arbeitsplatzsicherheit — Wirtschaftliche Sicherheit und transparente Kommunikation
- Führungsstil — Ein kooperativer Führungsstil fördert die Motivation
- Betriebsklima — Vertrauensvolle Zusammenarbeit und gute Beziehungen zu Kollegen
Die reine Gehaltserhöhung verliert ab einer bestimmten Vergütungshöhe an Motivationswirkung. Dann gewinnen andere Faktoren — wie Anerkennung, Entwicklungsmöglichkeiten oder Statussymbole — an Bedeutung. Entscheidend bleibt jedoch stets, dass die Bezahlung als gerecht und angemessen empfunden wird.