In Kürze
Eine Pauschalvergütung ist eine feste Zahlung, die Mehrarbeit über die reguläre Arbeitszeit hinaus abdeckt — ohne dass jede einzelne Überstunde erfasst und berechnet werden muss.
Definition
Normalerweise erhalten Arbeitnehmer für Überstunden ihre Grundvergütung plus einen Mehrarbeitszuschlag. Bei einer Pauschalvergütung wird stattdessen der erwartete Umfang an Mehrarbeit geschätzt und in einen festen Betrag umgerechnet, der regelmäßig ausgezahlt wird.
Diese Regelung kann im Arbeitsvertrag oder durch eine betriebliche Vereinbarung festgelegt werden. Ob sie zulässig ist, hängt jedoch vom geltenden Tarifvertrag ab — nicht jeder Tarifvertrag erlaubt eine solche Pauschalierung.
Wichtig für Arbeitnehmer: Die Pauschalvergütung berücksichtigt keine Schwankungen. Leistet ein Arbeitnehmer mehr Überstunden als geschätzt, geht das zu seinen Lasten. Leistet er weniger, trägt der Arbeitgeber das Risiko.
Die Vereinbarung muss unbedingt eine Anpassungsklausel enthalten. Diese ermöglicht es, die Pauschale anzupassen oder zu streichen, wenn sich der tatsächliche Umfang der Mehrarbeit erheblich verändert. Fehlt eine solche Klausel, kann der Arbeitgeber die Pauschale nur über eine Änderungskündigung abändern.
Außerdem gilt: Eine Pauschalvergütung regelt nur die Bezahlung. Die gesetzlichen Vorschriften zur Arbeitszeit — insbesondere die Höchstarbeitszeiten nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) — müssen trotzdem eingehalten werden.