In Kürze
Ein Personalfragebogen ist ein Formular, das Bewerber im Einstellungsverfahren ausfüllen. Der Arbeitgeber darf darin nur Fragen stellen, die für den zu besetzenden Arbeitsplatz sachlich berechtigt sind.
Definition
Der Personalfragebogen — auch Einstellungsfragebogen genannt — enthält Fragen zu Person, Werdegang sowie Kenntnissen und Erfahrungen eines Bewerbers. Er dient dem Unternehmen dazu, sich vor dem Vorstellungsgespräch einen ersten Überblick zu verschaffen und eine Vorauswahl zu treffen.
Ein wichtiger Vorteil standardisierter Fragebögen: Alle Bewerber erhalten dieselben Fragen — unabhängig davon, wer im Unternehmen das Gespräch führt. Häufig wird der Fragebogen bereits vorab zugesandt.
Zulässige Fragen betreffen vor allem:
- Persönliche Angaben und Kontaktdaten
- Schul- und Berufsausbildung
- Berufliche Erfahrungen und Kenntnisse
Fragen, die die Privatsphäre verletzen oder keinen sachlichen Bezug zur Stelle haben, sind unzulässig. Bewerber dürfen auf solche unzulässigen Fragen folgenlos unwahre Angaben machen.
Wahrheitswidrige Antworten auf zulässige Fragen können dagegen schwerwiegende Folgen haben: Der Arbeitgeber kann den Arbeitsvertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten.
Mitbestimmung des Betriebsrats: Laut § 94 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) braucht der Arbeitgeber für die Einführung und den Inhalt eines Personalfragebogens die Zustimmung des Betriebsrats. Einigen sich beide Seiten nicht, entscheidet eine Einigungsstelle — deren Spruch ersetzt dann die Einigung.