Personalkennzahlen

In Kürze

Personalkennzahlen sind messbare Verhältniszahlen, die Unternehmen nutzen, um wichtige Informationen über ihre Belegschaft und Personalkosten auszuwerten. Sie helfen dabei, den Personalbereich zahlenmäßig zu beschreiben und zu steuern.

Definition

Personalkennzahlen werden als Verhältnis- oder Relativzahlen gebildet — das heißt, eine Größe wird ins Verhältnis zu einer anderen gesetzt, zum Beispiel als Prozentwert. Wichtig: Nur Dinge, die sich in Zahlen ausdrücken lassen, können als Kennzahl erfasst werden. Qualitative Faktoren wie Motivation oder Führungsstil lassen sich nicht abbilden.

Zu den häufig genutzten Personalkennzahlen gehören:

  • Beschäftigungsstruktur: Prozentualer Anteil einer Beschäftigtengruppe (z. B. nach Geschlecht, Beruf oder Abteilung) an der Gesamtbelegschaft.
  • Beschäftigungsgrad: Verhältnis von tatsächlicher zu maximal möglicher Kapazitätsauslastung.
  • Personalaufwandsstruktur: Prozentualer Anteil bestimmter Kostenarten (z. B. Löhne, Gehälter, Sozialaufwand) am gesamten Personalaufwand.
  • Personalaufwandsquote: Anteil des gesamten Personalaufwands an der Gesamtleistung des Unternehmens.
  • Krankenquote: Prozentualer Anteil erkrankter Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft — alternativ auch als Verhältnis von Krankentagen zu Gesamtarbeitstagen.
  • Leistung je Arbeitnehmer: Umsatz, der in einem bestimmten Zeitraum durchschnittlich je Mitarbeiter erzielt wurde.
  • Fehlzeitenquote: Prozentualer Anteil der ausgefallenen Arbeitszeit (z. B. durch Urlaub oder Krankheit) an der planmäßigen Sollarbeitszeit.
  • Altersstruktur: Verteilung der Belegschaft auf verschiedene Altersgruppen, zum Beispiel in Schritten von fünf oder zehn Jahren.

Personalkennzahlen lassen sich je nach Bedarf weiter aufgliedern, etwa nach Abteilungen, Standorten oder Beschäftigungsmerkmalen. So ermöglichen sie einen gezielten Überblick über einzelne Bereiche des Unternehmens.