Personalkennzahlen

In Kürze

Personalkennzahlen sind messbare Werte, mit denen Unternehmen wichtige Informationen rund um ihre Belegschaft, Personalkosten und Arbeitsleistung erfassen und auswerten. Sie helfen dabei, Schwachstellen im Personalbereich frühzeitig zu erkennen und gezielt zu handeln.

Definition

Personalkennzahlen sind Zahlen oder Verhältniswerte, die bestimmte Sachverhalte im Personalwesen eines Unternehmens klar und vergleichbar darstellen. Sie werden im Rahmen des sogenannten Personal-Controllings eingesetzt, also der laufenden Überwachung und Steuerung aller personalrelevanten Vorgänge.

Grundsätzlich lassen sich Personalkennzahlen in vier Bereiche einteilen:

  • Belegschaft und Belegschaftsstruktur: Zum Beispiel die Gesamtzahl der Beschäftigten, aufgeteilt nach Alter, Geschlecht, Qualifikation oder Betriebszugehörigkeit.
  • Personalkosten: Dazu zählen unter anderem die Personalintensität (Anteil der Personalkosten am Umsatz), Durchschnittslöhne und das Verhältnis von Zusatzkosten zu Basiskosten.
  • Arbeitsleistung: Hier wird der Arbeitseinsatz (Input) dem erzielten Ergebnis (Output) gegenübergestellt, etwa Umsatz je Mitarbeiter.
  • Verhalten und Einstellung der Beschäftigten: Wichtige Kennzahlen sind hier die Fehlzeitenquote (Anteil der Ausfallzeiten an der Sollarbeitszeit) und die Fluktuationsquote (Anteil der Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen).

Bei der Berechnung des Personalbestands werden bestimmte Personengruppen nicht mitgezählt. Dazu gehören laut § 1 Absatz 1 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) zum Beispiel Leiharbeiter sowie Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsmitglieder, Auszubildende und mitarbeitende Familienangehörige ohne Arbeitsvertrag.

Wichtig zu wissen: Personalkennzahlen erfassen vor allem messbare, also quantitative Informationen. Qualitative Aspekte wie Motivation, Betriebsklima oder Leistungspotenzial lassen sich damit nur eingeschränkt abbilden. Ergänzend werden daher häufig Mitarbeiterbefragungen oder Potenzialanalysen eingesetzt.